01.05.2019
Eschborn-Frankfurt: Ein Tag an der Spitze und ein Platz in den Top20
Tilda Publishing
Eschborn-Frankfurt 2019
Die 58. Ausgabe des deutschen Radklassikers Eschborn-Frankfurt stand ganz im
Zeichen von #RockTheRoyalBlueJersey. 180 der 187,5 Kilometer des Rennens verbrachte der Klassikerspezialist von Gazprom-RusVelo, Evgeny Shalunov, an der Spitze und präsentierte die königsblauen Trikots erneut mit der bekannten offensiven Fahrweise. Erst auf der letzten Zielrunde in der Frankfurter City wurde er von den großen Sprinterteams gestellt.

Die Mannschaften der Favoriten ließen bereits früh im Rennen die Muskeln spielen. Nachdem der Vorsprung der Ausreißer um Shalunov zunächst auf vier Minuten gewachsen war, haben die WorldTour-Teams bereits im ersten Anstieg des Tages, dem Feldberg, das Tempo spürbar angezogen. 80 Kilometer vor dem Ziel, am zweiten Anstieg zum Ruppertshainer, setzte Shalunov ein Zeichen und attackierte aus der Spitzengruppe. 30 Kilometer später betrug der Vorsprung vor dem herannahenden Feld nur noch 10 Sekunden, aber die Männer an der Spitze gaben nicht auf. Am letzten Anstieg, dem berühmt-berüchtigten Mammolshainer, waren Shalunov und sechs weitere Mitstreiter in der Führung. Zu siebt ging die Gruppe auf die Zielrunden in der Mainmetropole. Erst auf den letzten vier Kilometern vor dem Zielstrich holte das Feld die Ausreißer wieder ein. Im großen Sprint erreichte Sergey Shilov einen sehr guten 19. Platz und unterstrich nur wenige Tage nach seinem 7. Platz beim Giro dell'Appennino seine gute Sprintform.

„Uns war klar, dass es für das Finale in Frankfurt nur zwei Optionen gibt. Entweder kann sich eine Gruppe mit 30 Sekunden auf den winkligen Zielkurs retten oder die Favoriten setzen alles auf einen großen Sprint. Deswegen wollten wir gleich von Beginn an mit Shalunov in die Gruppe gehen. Er hat Topform und dieses schwere Terrain liegt ihm", kommentiert Evgeny Petrov, der bis vor zwei Jahren noch selbst als Profi bei Gazprom-RusVelo fuhr und bei Eschborn-Frankfurt als Sport Direktor im Teamfahrzeug saß.

„Schon früh im Rennen war aber klar, dass die großen Teams es heute ernst meinen und wir haben dann im Sprint auf Shilov gesetzt, der mit großem Selbstbewusstsein aus Italien kam. Ein ganzer Tag an der Spitze und ein Platz unter den besten 20 gegen diese Konkurrenz auf WorldTour-Niveau war ein guter Auftakt für unsere Rennen in Deutschland", so Petrov weiter.

Bereits in vier Wochen steht der nächste deutsche Klassiker für Gazprom-RusVelo auf dem Programm. Am 2. Juni starten die Königsblauen bei Rund um Köln.