17.04.2021
Kreuziger macht das Amstel-Dutzend voll
Tilda Publishing
Für Roman Kreuziger ist es der 12. Start beim Amstel Gold Race. Der Sieger von 2013 und Zweite der vorletzten Ausgabe wirft seine gesamte Routine in die Waagschale. Er erwartet auf dem neuen Rundkurs ein hartes Rennen und ist für Sonntag hochmotiviert. Kreuziger führt ein erfahrenes Gazprom-RusVelo-Team an,
das sich komplett in den Dienst des 34-jährigen Tschechen stellt.

Bei den bisher 11 Teilnahmen stand Roman Kreuziger gleich achtmal in den Top20. Für Gazprom-RusVelo, wohin er zu Beginn der Saison gewechselt ist, wäre ein solches Ergebnis ein Achtungserfolg. Der neue Kurs über 219 Kilometer weist immer noch die typischen 3.000 Höhenmeter auf, die sich auf fast 40 Anstiegen verteilen.

„Das Amstel und ich – das war Liebe auf den ersten Blick. Es ist ein verrücktes Rennen, in das ich mich sofort verliebt habe, aber bei dem ich zwei, drei Jahre gebraucht habe, um es richtig kennenzulernen. Der Sieg ist sicher der größte Klassikererfolg in meiner Karriere", sagt Roman Kreuziger.

Kreuziger weiter: „Es ist ein mentaler Kampf über sechs Stunden an unzähligen
Anstiegen und Kurven, denn die Attacken hören einfach nicht auf. In der Ardennen- Woche machst Du Dir keine Freunde. So wie aktuell gefahren wird, erwarte ich am Sonntag, dass es jetzt noch viel früher im Rennen noch viel aggressiver zugehen wird. Das ist hart für die jungen Fahrer im Team, aber für mich ist es besser. Denn je härter das Rennen gefahren wird, desto größer ist die Selektion und dafür hilft die Erfahrung."

An der Seite von Kreuziger sind erfahrene Klassikerfahrer im Aufgebot, die bereits beim Amstel Gold Race am Start standen: Marco Canola, Sergey Chernetskiy, Ivan Rovny und Dmitry Strakhov. Vor allem Marco Canola hat gute Erinnerungen an die niederländische Provinz Limburg. Der 32-jährige Italiener gewann 2017 die Volta Limburg Classic. Dazu starten mit Petr Rikunov und Simone Velasco zwei Debütanten, die in den letzten Wochen mit konstanter Form überzeugt haben.